Das Thema Abtreibung wird vor allem in den Medien immer wieder aufgegriffen. Ende letzten Jahres landete eine Gießener Frauenärztin in den Schlagzeilen, die von einem Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, weil sie auf ihrer Homepage Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen zur Verfügung gestellt hatte, was das Gericht als Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verurteilte. Die Medien berichteten von einem vergewaltigten minderjährigen Mädchen in Indien, das von einem Gericht dazu gezwungen wurde, ein Kind auszutragen, wofür es noch viel zu jung war. Irland, das wohl die strengsten Abtreibungsgesetze in Europa hat, und bisher Abtreibung nur bei Gefährdung des Lebens der Mutter erlaubt, lässt Mitte dieses Jahres über eine  Änderung und eventuelle Lockerung des Gesetzes abstimmen. Die rechtliche Lage in Deutschland wird immer wieder kontrovers diskutiert und Diskussionen lassen die Gefühle hochkochen.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage spricht sich bestimmt und offen gegen Abtreibungen aus und leistet diesem „Angriff auf die Wehrlosen” Widerstand. Die Kirche hat sich in ihrer ganzen Geschichte immer gegen Abtreibung ausgesprochen. Die damalige Erste Präsidentschaft schrieb vor mehr als hundert Jahren: „Noch einmal nehmen wir die Gelegenheit wahr, die Heiligen der Letzten Tage vor […] der Abtötung der Leibesfrucht und der Kindestötung zu warnen.” Das Thema liegt der Kirche schon immer am Herzen. Wie Präsident Russell M. Nelson sagt: „Als Heilige der Letzten Tage sollten wir das Recht auf Entscheidung – die richtige Entscheidung – verteidigen, aber nicht als Selbstzweck.”

Die offizielle Stellungnahme der Kirche besagt: „Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist von der Heiligkeit menschlichen Lebens überzeugt. Daher ist sie gegen eine selbst gewählte Abtreibung aus persönlichen oder gesellschaftlichen Gründen.” Die Kirche erkennt drei Fälle als Ausnahme an: 1. Abtreibung nach einer Schwangerschaft, die Folge einer Vergewaltigung oder einer inzestuösen Beziehung ist. 2. Ernsthafte Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit der Mutter. 3. Sollte der Fötus so schwer geschädigt sein, dass das Kind nach der Geburt nicht lebensfähig sein wird.

„Die Kirche weist die Mitglieder darauf hin, dass selbst diese seltenen Ausnahmen nicht automatisch eine Abtreibung rechtfertigen.” (Quelle)

Das Leben als Geschenk Gottes

Menschliches Leben ist ein Geschenk Gottes. Eine Abtreibung aus persönlichen oder gesellschaftlichen Gründen entspricht nicht dem Willen Gottes und steht mit seinen Geboten im Widerspruch. Mitglieder, die eine solche Abtreibung durchführen lassen, sie durchführen, jemanden dazu ermutigen, Geld zur Verfügung stellen oder dabei helfen, dass sie zustande kommt, können ihre Mitgliedschaft in der Kirche verlieren.

In der heutigen Gesellschaft gibt es viele Stimmen, die sich für Abtreibung aussprechen. In Deutschland gab es 2016 ca. 99.000 offiziell gemeldete Schwangerschaftsabbrüche (ca. 10.000 in der Schweiz und 30-40.000 in Österreich). Auch wenn es viele Abtreibungsgegner gibt, scheint, die Grundstimmung zu sein, dass eine Frau selbstständig und ohne Auflagen über das Leben eines Kindes entscheiden sollte.

Kinder sind ein Geschenk Gottes

Propheten der Heiligen der Letzten Tage verurteilen Abtreibungen und zitieren dabei oft Lehre und Bündnisse 59:6, wo es heißt: „Du sollst nicht … töten, noch irgend etwas Derartiges tun.” Ihre Empfehlung zum Thema ist eindeutig. Erinnern wir uns an die Lehre unseres Erlösers, als er ein Kind vor seine Jünger stellte und sagte: „Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde. Wehe der Welt mit ihrer Verführung!” (Matthäus 18:5-7)

Elder Dallin H. Oaks hat über kleine Kinder gesagt: „Ich äußere mich hier zwar nicht zur Politik oder zur öffentlichen Ordnung, aber ebenso wenig wie andere Führer der Kirche kann ich nicht über das Wohlergehen von Kindern sprechen, ohne dabei Entscheidungen zu berühren, die von einzelnen Bürgern und Vertretern des Staates oder privater Einrichtungen getroffen werden. Wir alle unterliegen dem Gebot des Erlösers, einander zu lieben und füreinander zu sorgen, insbesondere für die Schwachen und Wehrlosen. Kinder sind sehr verletzlich. Sie sind kaum oder gar nicht imstande, sich selbst zu schützen oder sich selbst zu versorgen, und haben nur geringen Einfluss auf vieles, was für ihr Wohlergehen unerlässlich ist. Kinder brauchen Menschen, die für sie eintreten, und sie brauchen Entscheidungsträger, die das Wohlergehen eines Kindes über die selbstsüchtigen Interessen eines Erwachsenen stellen.”

Kirchenführer äußern sich gegen Abtreibung

Die Aussagen der Propheten und Apostel zum Thema Abtreibung sind klar und deutlich. Wir glauben daran, dass die Propheten auf der Erde sind, um uns den Willen Gottes kundzutun.

Präsident Russell M. Nelson

„Dieser Krieg, der Abtreibung genannt wird, ist ein Krieg gegen die Wehrlosen, die keine Stimme haben. Es ist ein Krieg gegen die Ungeborenen. Dieser Krieg tobt weltweit. Ironischerweise haben zivilisierte Länder, die das menschliche Leben im Allgemeinen immer unter Schutz gestellt haben, nun Gesetze erlassen, die Abtreibungen erlauben. Von Menschen aufgestellte Regeln haben nun das legalisiert, was von Anbeginn der Zeit an von Gott verboten wurde! Die Argumentation des Menschen hat die absolute Wahrheit verdreht und in markante Sprüche umgewandelt, die eine Praktik anpreisen, die absolut falsch ist…Wenn über die Abtreibung diskutiert wird, beruft man sich auf das ‘Recht auf Selbstbestimmung’, als ob es die oberste Tugend wäre. Das träfe jedoch nur dann zu, wenn nur eine Person betroffen wäre. Die Rechte einer Person dürfen nicht die Rechte einer anderen Person beeinträchtigen. Sei es in der Ehe oder außerhalb, Abtreibung betrifft nicht nur einen Menschen. Wenn das Leben eines sich entwickelnden Kindes beendet wird, dann sind zwei Personen mit einem eigenen Körper, einem eigenen Gehirn, einem eigenen Herzen davon betroffen. Das Recht der Frau, über ihren eigenen Körper zu entscheiden, schließt nicht das Recht mit ein, ihrem Baby das Leben sowie all die Entscheidungen vorzuenthalten, die ihr Kind in seinem Leben treffen wird.” (Quelle)

Präsident Gordon B. Hinckley

„Was ist mit unserer Achtung vor dem menschlichen Leben geschehen? Abtreibung ist ein Übel, hässlich, real und verabscheuenswert, das sich auf der Erde verbreitet.”(Quelle)

„Abtreibung ist keine Lösung. Sie verschlimmert nur das Problem. Sie ist ein böser und widerwärtiger Ausweg, der eines Tages Reue und Gewissensbisse mit sich bringt.” (Quelle)

Präsident Spencer W. Kimball

„Abtreibung ist ein wachsendes Übel, gegen das wir uns aussprechen… Es ist unvorstellbar, dass eine Abtreibung durchgeführt wird, um das Gesicht zu wahren, um eine Peinlichkeit zu umgehen, sich Ärger zu ersparen oder weil eine Schwangerschaft ungelegen kommt bzw. man sich der Verantwortung entziehen möchte. Wie kann jemand so einen medizinischen Eingriff vornehmen oder finanziell oder ermutigend dazu beitragen? Sollte es seltene Situationen geben, in denen so etwas gerechtfertigt wäre, sind diese wirklich selten. Unter den Sünden, vor denen wir die Menschen mit Nachdruck warnen, steht diese Sünde sehr weit oben.” (Quelle englisch)

Elder Neal A. Maxwell

„Die Abtreibung (und die Zahl der Abtreibungen hat enorm zugenommen) wirft die Frage auf: Sind wir so weit von Gottes zweitem großen Gebot – ,Liebe deinen Nächsten!’ – abgeirrt, daß ein Kind im Mutterleib der Liebe nicht mehr wert ist, und sei es nur als Nächster der Mutter?” (Quelle)

Elder Dallin H. Oaks

„Der letzte Akt der Zerstörung ist es, einem anderen das Leben zu nehmen. Aus diesem Grund ist eine Abtreibung eine so ernste Sünde. Unsere Haltung gegenüber Abtreibung hat nichts mit Offenbarung darüber zu tun, wann rechtlich gesehen ein Leben beginnt. Sie beruht darauf, dass gemäß einem ewigen Plan alle Geistkinder Gottes für einen glorreichen Zweck auf diese Erde kommen müssen, und dass die Identität eines Individuums schon vor der Empfängnis begann und in alle Ewigkeit fortbestehen wird. Wir verlassen uns auf Propheten, die uns gesagt haben, dass die Praxis von Schwangerschaftsabbrüchen bis auf wenige Ausnahmen grundsätzlich im Widerspruch mit dem Willen Gottes ‚du sollst nicht … töten, noch irgend etwas Derartiges tun’ (Lub 59:6) steht.” (Dallin H. Oaks, Supplement to the 1989 General Handbook of Instructions, S. 1)

Elder Neal A. Maxwell

„Leider ist die ‚Endlösung’ der Welt die Abtreibung.” (Quelle englisch)

Elder D. Todd Christofferson

„Die Einstellung zur Sexualität des Menschen ist für die moralische Autorität der Frau an vielen Fronten eine Bedrohung. Eine Abtreibung aus eigener oder sozialer Bequemlichkeit trifft die heiligste Macht, die eine Frau besitzt, mitten ins Mark und zerstört ihre moralische Autorität.” (Quelle)

Präsident Boyd K. Packer

Mormone Gehorsam

In keinem Bereich wird das Recht, eigene Entscheidungen zu treffen, stärker verteidigt als beim Thema Abtreibung. Nachdem die Entscheidung zu handeln getroffen wurde und eine Empfängnis stattgefunden hat, kann die Entscheidung nicht mehr rückgängig gemacht werden. Aber es gibt immer noch Entscheidungen, die getroffen werden können; immer die Besten. Manchmal wurde vielleicht ein Ehebündnis gebrochen, häufiger jedoch wurde es gar nicht erst geschlossen. Innerhalb und außerhalb einer Ehe ist Abtreibung nicht das Recht eines Individuums. Mindestens drei Leben sind involviert. In den Schriften heißt es: ‚du sollst nicht … töten, noch irgend etwas Derartiges tun.” (Quelle englisch)

Elder Neal A. Maxwell

„Es ist merkwürdig – während die Menschen immer härter werden, umschreiben sie finstere Taten mit immer sanfteren Worten. Auch das gehört dazu, sich vom Säkularismus einlullen zu lassen! Unnötige Abtreibungen werden beispielsweise als ‘Schwangerschaftsunterbrechung’ bezeichnet, und dieser Ausdruck ist sogar noch schwammiger als ‘Schwangerschaftsabbruch’.”(Quelle)

Präsident Ezra Taft Benson

„Wir sind gegen und verabscheuen die abscheuliche Praxis von Abtreibung und jede andere unheilige und unreine Tat, die die Grundlage von Zuhause und Familie – der grundlegendsten Einrichtung – angreifen.” (Ezra Taft Benson, „Guide for Unwed Parents,” Ensign, September 1984)

Präsident Gordon B. Hinckley

„Laut den Zentren für Krankheitsbekämpfung und Vorbeugung hat es 1995 allein in den Vereinigten Staaten über 1 200 000 Abtreibungen gegeben. Was ist aus der Achtung vor dem Menschenleben geworden? Wie können Männer und Frauen die große und kostbare Gabe des Lebens, die ihrem Ursprung und Wesen nach göttlich ist, leugnen?

Ein Kind ist etwas so Wundervolles. Ein Neugeborenes ist so schön. Es gibt kein größeres Wunder als die Erschaffung menschlichen Lebens. Abtreibung ist häßlich und erniedrigend, sie bringt unausweichlich Reue und Kummer mit sich.” (Quelle)

„Was ist mit unserer Achtung vor dem menschlichen Leben geschehen? Abtreibung ist ein Übel, hässlich, real und verabscheuenswert, das sich auf der Erde verbreitet. Ich bitte Sie als Frauen der Kirche: Halten Sie sich davon fern, stehen Sie über den Dingen, vermeiden Sie kompromittierende Situationen, die eine Abtreibung wünschenswert erscheinen lassen. Es mag einige wenige Umstände geben, unter denen eine Abtreibung sein darf, aber die sind sehr selten und in den meisten Fällen ganz unwahrscheinlich. Sie sind die Mütter der Söhne und Töchter Gottes, deren Leben heilig ist. Sie zu behüten ist ein Auftrag Gottes, der nicht leichtfertig beiseite geschoben werden darf.” (Quelle)

Elder Dallin H. Oaks

„Es fasziniert mich, wie schlau diejenigen, die sich für die Legalisierung von Abtreibung ausgesprochen haben und diese nun verteidigen, den Fokus weggelenkt haben, von einer Diskussion von moralischen, ethischen und medizinischen Vor- und Nachteilen der rechtlichen Auflagen des Themas, und es in der Debatte vor allem um die Frage der Wahlfreiheit geht. Der Slogan der Abtreibungsbefürworter hat eine fast magische Wirkung, Abtreibung zu rechtfertigen und die Opposition zu neutralisieren… Pro-Choice-Slogans wirken vor allem auf Heilige der Letzten Tage verführerisch, weil wir daran glauben, dass Entscheidungsfreiheit … eine grundlegende Notwendigkeit im Evangelium darstellt… Heilige der Letzten Tage folgen den Lehren der Propheten. In Bezug auf dieses Thema sind die Unterweisungen ganz klar… Die Kirchenführer haben gelehrt, dass die einzig möglichen Ausnahmen sind, dass die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung oder einer inzestuösen Beziehung ist, dass ein kompetenter Facharzt urteilt, dass das Leben oder die Gesundheit der Mutter ernsthaft in Gefahr oder der Fötus so schwer geschädigt ist, dass das Kind nach der Geburt nicht lebensfähig sein wird. Aber selbst diese Ausnahmen rechtfertigen nicht automatisch eine Abtreibung. Weil Abtreibung ein höchst ernstes Thema ist, wird uns nahegelegt, dass eine Abtreibung erst dann in Erwägung gezogen werden sollte, nachdem die Verantwortlichen sich mit ihrem Bischof beraten und von Gott die Bestätigung durch das Gebet erlangt haben.

Manche Heilige der Letzten Tage sagen, dass sie die Abtreibung verurteilen, führen aber diese Ausnahmen als Grundlage für ihre Pro-Choice-Position an, nämlich dass gesetzlich das Recht auf Schwangerschaftsunterbrechung gewährleistet werden muss. So jemand sollte sich bewusst machen, dass die genannten Umstände nur sehr selten vorkommen. Beispielsweise macht eine Schwangerschaft als Folge einer Vergewaltigung oder einer inzestuösen Beziehung – der Umstand, der am meisten von denjenigen angeführt wird, die diese Ausnahmen als Begründung für das Recht auf Abtreibung anführen – einen sehr geringen prozentualen Anteil aus. Mehr als 95% der vielen Millionen Abtreibungen, die jedes Jahr durchgeführt werden, löschen das Leben eines Fötus aus, der aus einer einvernehmlichen Beziehung entstand. In mehr als 95% der Abtreibungen geht es also nicht darum, das Recht auf Entscheidungsfreiheit zu verteidigen, sondern den Konsequenzen dieser Entscheidungen zu entgehen.” (Quelle englisch)

Umkehr und Vergebung

Warum erlaubt er uns zu leiden?

Präsident Russell M. Nelson finder tröstende Worte für diejenigen, die an einer Abtreibung beteiligt waren. Voller Liebe sagt er: „Gibt es Hoffnung für jemanden, der an einer Abtreibung beteiligt war? Gibt es Hoffnung für jene, die auf diese Weise gesündigt haben und nun großen Kummer leiden? Die Antwort lautet: Ja! ‚Man kann von der Sünde der Abtreibung umkehren und dafür Vergebung erlangen.’ Wir wissen, dass der Herr all denen helfen wird, die wahrhaftig reumütig sind.” (Quelle englisch)

Präsident Boyd K. Packer fügt dem hinzu: „Wenn ein Bündnis gebrochen wurde – wie schwerwiegend es auch sein mag – kann es wieder aufgenommen werden und Ihnen kann vergeben werden. Selbst bei Abtreibung? Selbst dann! ‚Kommt her, wir wollen sehen, wer von uns Recht hat, spricht der Herr. Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle.’ (Jesaja 1:18)” (Quelle englisch)

Wo stehen wir? Eine Gewissensprüfung

Vor einigen Jahren zitierte Präsident James E. Faust Mutter Teresa, die mit ihrer Botschaft den Nagel auf den Kopf traf. Sie sagte, dass der größte Beweis für den Egoismus der Menschen die Abtreibung sei. Mutter Teresa soll demnach gesagt haben, dass Abtreibung mit der zunehmenden Gewalt und den Morden auf der Straße in Zusammenhang stehe. Sie sagte: „Wenn wir akzeptieren, dass eine Mutter sogar ihr eigenes Kind tötet, wie können wir dann jemandem erklären, dass er einen anderen Menschen nicht töten darf? … Jedes Land, das Abtreibung akzeptiert, lehrt seine Bevölkerung nicht, einander zu lieben, sondern dass Gewalt gerechtfertigt ist, um zu erreichen, was sie erreichen wollen.”

Präsident Faust sagt zum Schluss: „Welch geistigen Mut diese bewundernswerte, betagte Frau bewies! Wie sehr sich der Satan angegriffen gefühlt haben muss! Ihre bemerkenswerte Erklärung fand bei der Presse und den Medien keine größere Beachtung. Vielleicht fühlten sie sich wohler dabei, sich politisch korrekt zu verhalten. Sie können ihre Haltung schließlich dadurch rechtfertigen, dass jeder es tut und dass es legal ist. Glücklicherweise lassen sich die Schriften und die Botschaften der Propheten nicht entsprechend anpassen.” (Quelle englisch)

„Die Abtreibung (und die Zahl der Abtreibungen hat enorm zugenommen) wirft die Frage auf: Sind wir so weit von Gottes zweitem großen Gebot – ,Liebe deinen Nächsten!’ – abgeirrt, daß ein Kind im Mutterleib der Liebe nicht mehr wert ist, und sei es nur als Nächster der Mutter?”

Neal A. Maxwell

Mit den Worten vergangener und gegenwärtiger Propheten, Seher und Offenbarer (und Mutter Teresas) im Gedächtnis möchte ich Ihnen, die Sie das hier heute lesen, folgende Fragen stellen: Haben wir den Mut, uns gegen Abtreibung auszusprechen? Haben wir den Mut, für Tugend einzustehen, für unseren Glauben einzustehen, uns gegen falsche Lehren zu wehren und für etwas zu kämpfen, das unpopulär ist? Haben wir das moralische Stehvermögen zur Konfrontation und dafür einzustehen, Wahrheit zu bewahren und für die Sache Gottes einzustehen?”(Quelle englisch)

Weitere Aussagen, Ansprachen und Artikel zum Thema Abtreibung

Weitere Informationen zur Vorgehensweise der Kirche – darunter auch besondere Umstände, medizinische Fragen und Adoption sind hier zu finden:

Offizielle Stellungnahme der Kirche Jesu CHristi der Heiligen der Letzten Tage zum Thema Abtreibung

Einstellung der Kirche zum Thema Abtreibung

– Die Familie – Eine Proklamation an die Welt

Abtreibung: Ein Angriff auf die Wehrlosen, Russell M. Nelson

Schützt die Kinder, Dallin H. Oaks

Alleinstehende werdende Eltern

Adoption

Weitere Informationen auf Englisch:

Weightier Matters, Elder Dallin H. Oaks

Reverence for Life, Elder Russell M. Nelson

Eternal Marriage Student Manual: Abortion

Repentance: Forgive them I Pray Thee, Vaughn J. Featherstone


Angela Fallentine

Angela Fallentine kommt ursprünglich aus Alberta, Kanada. Aber sie lebt mit ihrem lebensfrohen und abenteuerlustigen Mann gerne in Neuseeland und kurzzeitig in Europa. Sie forscht als Analytikerin eines Think-Tanks der UN zu sozialen Themen, Religionsfreiheit und dem Einfluss internationaler Politik auf die Familie.

Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt, dabei teilweise ergänzt und gekürzt. Er wurde ursprünglich ohne Datumsangabe auf mormonwomenstand.com unter dem Titel „Abortion: The Mormon Perspective on Abortion and Human Life” veröffentlicht. Die Autorin ist Angela Fallentine. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.