Heather Collins ist eine Bekehrte der Kirche Jesu Christi, eine zurückgekehrte Missionarin, Ehefrau und Bloggerin. Auf Twitter schrieb sie über ihre Bekehrung zum Evangelium Jesu Christi. Sie schreibt: „Lasst uns einmal darüber sprechen, wie es als Bekehrte in der Kirche ist. Es gibt ein paar „kulturelle Spannungen” zwischen mir und Mormonen, die seit kleinauf in der Kirche sind. Die Kirche als „Organisation” und die Kirche als „die Menschen” legen viel wert darauf, Menschen, die sie neu kennenlernen, von ihrem Glauben zu erzählen. Beide bringen Opfer und tun viel dafür, dass das geschieht. Millionen Dollar und Jahre ihres Lebens – ob sie nun Vollzeitmissionare sind oder auch nicht.”

Collins spricht dann darüber, wie sie selbst nach ihrer Bekehrung aufgenommen wurde: „Wie ich zur Kirche kam, ist ein wunderbares Beispiel dafür. In meiner Gemeinde gab es keine Missionare. Daher wurde ich von den Mitgliedern gefunden, geliebt, belehrt und schließlich, als ich mich entschied mich anzuschließen, getauft. Sie taten alles für mich.

Meine Geschichte zeigt, wie unverfälscht Mormonen andere Menschen lieben. Was ich nun sagen werde, soll keine Kritik an ihnen sein. Sie haben das Beste aus ihren Möglichkeiten und mit ihrem Wissen gemacht. Und ich werde sie immer dafür lieben.

Mitunter das Wichtigste, was sie für mich getan haben, war, dass sie mir den Freiraum ließen zu erkennen, welche Veränderungen ich in meinem Leben vornehmen wollte und musste. Meine Bekehrung war nicht nur eine Aufgabe für sie.

Sie erwarteten nicht, dass ich am Ende wie sie wäre. Ich war ganz anders und hatte eine andere Vorgeschichte. Sie verstanden, dass ich nie wie sie sein würde und es war auch nicht wichtig.

Seine Hände sind immer offen.

Ich schloss mich nicht der Kirche an, um wie jemand anders zu sein. Ich schloß mich der Kirche an, weil ich wie Jesus sein wollte. Weil ich alles in meiner Macht Stehende tun wollte, um mich durch ihn zu verändern, nach seiner Weisheit, seinem Willen, seinem Zeitplan. Sie verstanden das. Als neues Mitglied hörte ich immer wieder, wie dankbar sie dafür waren, von mir und durch meine Perspektive zu lernen. Sie schätzten mich wegen meiner einzigartigen Talente/Perspektiven, die ich von außerhalb der Kirche mitbrachte. Sie hörten mir zu und lernten von mir.”

Nachdem sie über die Liebe gesprochen hat, mit der sie in der Kirche aufgenommen wurde, weist Collins darauf hin, dass das nicht immer der Fall sei. Paradoxerweise hatten manche an Orten, an denen sie gelebt hatte, zwar neue Mitglieder gewollt, aber Angst vor den Unterschieden gehabt, die durch diese kommen würden.

Collins erklärt: „Ich habe diese Erfahrung nicht überall gemacht. Ich habe anderswo Menschen getroffen, die erwarten, dass Bekehrte alle gedanklichen und methodischen Unterschiede ablegen und wie sie werden … Einheitlichkeit und Akzeptanz sind für sie Synonyme.

Jesus hat mich nicht zu dieser Kirche geführt, damit ich jemand anders sei. Er hat mich hierher geführt, damit ich ich selbst sei und mich entwickle, so gut ich kann, mit all meinen Talenten und den Erfahrungen, die er mich hat machen lassen, bevor ich überhaupt von der Kirche wusste. Er hat mich hierher geführt, damit nicht ich nur von anderen lerne, sondern damit sie auch von mir lernen können. Durch Gottes Weisheit können wir dank unserer Unterschiede wachsen und das ist nur möglich, wenn wir offen mit den Unterschieden umgehen.”


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Er wurde ursprünglich am 23.1.18  auf ldsliving.com unter dem Titel „LDS Convert Shares Powerful Message: ,I Didn’t Join the Church to Be Like [Other Mormons]. I Joined to Be Like Jesus” veröffentlicht. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.

German ©2018 LDS Living, A Division of Deseret Book Company | English ©2018 LDS Living, A Division of Deseret Book Company

Gibt es Mormonen in Deutschland?

Wissenschaft: Wie Glaube die Gesundheit fördert

Lass nicht zu, dass deine Religion dein Leben übernimmt!