Weihnachten ist endlich vorbei. Die Geschenke sind ausgepackt. Familientreffen sind gekommen und gegangen. Jetzt geht es zurück ins wirkliche Leben. Aber das wirkliche Leben kann ziemlich eintönig erscheinen, verglichen mit der Aufregung der Weihnachtszeit. Schließlich werden die Kinder bald wieder zur Schule gehen. Der Alltag kehrt wieder ein – und genau hier tritt der sprichwörtliche „Nachweihnachts-Blues” auf den Plan.

Da dies eine besondere Jahreszeit ist, gibt es definitiv einen besonderen Geist, der viele unserer Dezemberfeste begleitet. Von inspirierender Weihnachtsmusik über #DerWeltEinLicht-Aktionen, bis hin zu heiligen Momenten, wenn wir über das Wunder eines Babys in einer Krippe in Bethlehem nachdenken. Wir schätzen diese Saison, wenn Christen auf der ganzen Welt innehalten, um sich auf die Geburt Christi zu konzentrieren.

Das Wegpacken des Christuskindes

Dann kommt es zu einem jähen Ende. Die Krippen werden bis zum nächsten Jahr verstaut. Wir sehen in unserem Newsfeed keine Artikel mehr, die sich mit dem Thema „Christus” zu Weihnachten oder der wundersamen Geburt eines Babys vor zwei Jahrtausenden befassen. Der letzte Tag auf unserem #DerWeltEinLicht-Countdown ist nun abgeschlossen.

Unser sogenanntes spirituelles „Feiertags-Hoch” kontrastiert mit einem plötzlichen Tief, da der Kalender zum 27. Dezember wandert und Weihnachten hinter sich lässt. Aber vielleicht haben wir es nur nicht ganz richtig verstanden. Tritt der Erlöser versehentlich in den Hintergrund unseres Lebens, weil seine Geburtstagsfeier vorbei ist, oder setzen wir ihn bewusst dort hin? Schließlich nimmt eine solche intensive Fokussierung sehr viel Zeit in Anspruch. Und viel Energie. Können wir nicht einfach drei oder vier wirklich christuszentrierte Wochen einplanen und danach in unser normales Leben zurückkehren? Nun, die Antwort auf diese Frage ist eigentlich der Schlüssel zur Vermeidung des Nachweihnachts-Blues – Nein! Packen Sie das Jesuskind nicht einfach weg!

365 Tage im Jahr Weihnachten

Glaube ist wie ein Licht, das uns durch die Dunkelheit führt.

Wahre Nachfolger Christi verlieren nie den Fokus auf ihn. Hat er uns denn nicht in Lehre und Bündnis 6:36 geboten: „Blickt in jedem Gedanken auf mich; zweifelt nicht, fürchtet euch nicht?” Uns wie an Weihnachten rund um die Uhr auf den Erlöser zu konzentrieren, sollte das ganze Jahr unser Anliegen sein. Alma erinnert uns daran: „Ja, lass alles was du tust, dem Herrn getan sein, und wo auch immer du hingehst, lass es im Herrn geschehen; ja, lass alle deine Gedanken auf den Herrn gerichtet sein; ja, lass die Zuneigung deines Herzens immerdar auf den Herrn gerichtet sein” (Alma 37:36).

Ehrlich gesagt, ist das sehr anstrengend. Es erfordert Konzentration. Es bedarf der bewussten Entfernung von Ablenkungen, was es uns dann erlaubt, uns die Zeit zu nehmen, heilig zu sein. Aber was ist der Nutzen? Warum ist es nicht gut genug, dass wir einfach unser Herz ausschütten und unsere Weihnachtslieder singen und jedes Jahr für 3 oder 4 ganze Wochen „Frohe Weihnachten” verkünden? Warum müssen sich alle unsere Gedanken und alle unsere Taten für immer auf den Erlöser konzentrieren (nicht nur von Thanksgiving bis Weihnachten)?

Immer an ihn denken

Verstehen Sie mich nicht falsch. Es besteht kein Zweifel, dass die meisten von uns sich definitiv mehr als nur einmal im Jahr an den Erlöser erinnern. Als Mitglieder der Kirche haben wir die Möglichkeit, jeden Sonntag zu beten und uns an ihn zu erinnern, wenn wir am Abendmahl teilnehmen.

Aber für den Sonntagsgottesdienst gilt dasselbe wie für Weihnachten. Sind wir wie die Zoramiten, die an einem Tag in der Woche an Gottesdiensten teilnahmen und dann für den Rest der Woche ihren Glauben ablegten? Denn um das Geschenk unseres Erlösers wirklich zu ehren, müssen wir es nicht nur jährlich, monatlich oder wöchentlich empfangen. Es ist ein kostbares Opfer, das wir jeden Tag unseres Lebens bewusst in Erinnerung behalten sollten. So sollten wir, wie wir jeden Sonntag während des Abendmahlsgebetes hören, „immer an Ihn denken”.

Durch das Sühnopfer können wir unsere Schwächen in Stärken verwandeln.

Um eine Weihnachts-Analogie zu verwenden: Wie traurig wäre es, wenn wir unermüdlich daran arbeiten würden, ein handgemachtes Geschenk für einen geliebten Menschen zu kreieren, wertvolle Zeit und viel Geld für dessen Herstellung investierten, und dann sehen müssten, wie am Weihnachtstag ein einziger Blick auf das Geschenk geworfen wird und es dann für den Rest des Jahres in einem Schrank verschwindet?

Was ist mit dem Blues?

Was hat das alles mit der Traurigkeit nach den Feiertagen zu tun? Es ist ganz einfach. Frag einfach König Benjamin. Er lehrte seine Leute, dass man jeden Tag Weihnachten feiern sollte. Für König Benjamin und sein Volk passen die Teile des Puzzles so zusammen: Die Erinnerung an den Erlöser führt zum Glauben an ihn, was zur Umkehr führt, was zu einer Vergebung unserer Sünden führt, was zu „überaus großer Freude” führt – was übrigens das Gegenteil des „Blues” ist (vgl. Mosia 4).

Feiern Sie also jeden Tag Weihnachten! Hören Sie die ganze Zeit Weihnachtslieder! Stellen Sie Ihre Krippe für 12 Monate im Jahr auf! Tun Sie, was immer nötig ist, um den Erlöser im Auge zu behalten. Indem Sie diese Art der ständigen Aufmerksamkeit aufrechterhalten, werden Sie schließlich zu einem Volk von König Benjamin: „Und sie wurden von Freude erfüllt und empfingen Vergebung für ihre Sünden und hatten Frieden im Gewissen wegen des überaus großen Glaubens, den sie an Jesus Christus hatten” (Mosia 4:3).

Frohe Weihnachten im März! Halleluja im Juli! Freude der Welt im September!

Denn er hat sich herabgelassen und ist auf Erden geboren. Er gab sein Leben freiwillig. Er ist auferstanden und lebt wieder! Und er war und ist unser Erlöser, der Gottessohn, der uns alle gerettet hat….


Dieser Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Er wurde ursprünglich auf mormonhub.com unter dem Titel „One Way to Guarantee You Won’t Get the Post-Christmas Blues” veröffentlicht. Die Autorin ist Jasmine Turner. Übersetzt von Janine Windhausen.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.