„Ich kann nicht, ich bin Mormone.”

Wenn du so bist wie ich, sagst du diesen Satz häufig, um dich vor Freunden zu rechtfertigen.

Bist du am Freitag auf eine fragwürdige Party eingeladen?

„Ich kann nicht, ich bin Mormone.”

Jemand will mit dir an einem Sonntag shoppen gehen?

„Ich kann nicht, ich bin Mormone.”

Jemand bietet dir Kaffee an?

„Ich kann nicht, ich bin Mormone.”

Wenn man sich rechtfertigen will, bringt dieser Satz es schnell und einfach auf den Punkt.

Als ich in meinem letzten Schuljahr war, hörte ich auf, diesen Satz zu sagen. Hier sind 3 Gründe dafür, warum du auch damit aufhören solltest:

1. Der Grundsatz der Entscheidungsfreiheit wird ignoriert

Ich kann Entscheidungsfreiheit

Wenn man sagt, „Ich kann nicht, ich bin Mormone” vermittelt man, dass man nicht frei wählen und handeln kann.

Wenn man sagt „Ich kann nicht”, sagt man seinem Gesprächspartner, dass man nicht dazu in der Lage ist, das zu tun, wozu man aufgefordert wurde.

Natürlich ist es sehr lobenswert, wenn man so sehr an seinen Richtlinien festhält, dass man nicht dazu in der Lage ist davon abzuweichen.

Andererseits ignoriert der Ausdruck „kann nicht” die Tatsache, dass jeder von uns sich frei dazu entscheiden kann, was er tut und wie er handelt.

Wir Mormonen wählen, wie wir leben.

2. Du würdest, wenn du kein Mormone wärst

„Ich kann nicht, ich bin Mormone” vermittelt, dass du es tun würdest, wenn du kein Mormone wärst.

Im Jahr 2004 machte der Student des Utah-Valley-Colleges, Chad Ramos, Werbung für ein T-Shirt. Auf diesem T-Shirt, welches er designte, stand: „Ich kann nicht, ich bin Mormone.” Nach ein paar Beschwerden und Diskussionen wurde die Annonce entfernt.

Ein Brief an den Editor lautete sarkastisch: „Ich kann nicht, ich bin Mormone, aber wenn ich das nicht wäre, würde ich bestimmt kommen, denn es klingt nach jeder Menge Spaß!”

Der Gedanke dahinter war, dass der Satz vermittelte, dass der Träger des T-Shirts gerne alles Mögliche machen würde, aber nicht könne, weil er Mormone sei.

3. Es lenkt von wesentlichen Gründen ab

Ich kann weil ich Mormone bin.

Es gibt weitaus bedeutsamere Gründe, warum wir Entscheidungen treffen, als den

Grund, dass wir Mormone sind.

Man kann sich leicht damit aufhalten, was Mormonen „nicht können”. Die Gründe dafür und das „Warum?” sind allerdings viel fesselnder.

Wir „können nicht” rauchen, trinken oder Drogen nehmen, weil wir die Verantwortung haben, uns um unseren Körper zu kümmern.

Wir „können keinen” vorehelichen Sex haben, weil wir daran glauben, dass derartige Intimität ausschließlich innerhalb des Ehebündnisses stattfinden sollte und auch um vor unnötigem Herzschmerz, ungewollten Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten geschützt zu sein.

Wir „können” am Sonntag „kein” Geld ausgeben, weil wir daran glauben, dass der Sabbat der Tag der Ruhe ist, an dem unser ganzes „Investment“ Gott gilt (L&B 59:10).

Wir „können keine” unanständige Kleidung tragen, weil sie eine Botschaft sendet, die im Widerspruch zu unserer Identität als Kinder Gottes steht usw.

Als Mormonen wählen wir einen bestimmten Lebensstil, weil wir daran glauben, dass Gott es uns so geboten hat, wir so am besten Fortschritt machen und ein glücklicheres Leben führen können.


Ashley Lee

Ashley Lee ist eine Medien-Studentin mit dem Schwerpunkt Editing an der Brigham-Young-Universität. Ihre Hobbys sind Lesen, SUPs und Staffeln 1-5 von „The Office” Wort für Wort auswendig vorsagen. Sie hofft, nach

ihrem Abschluss für eine landesweite Zeitung als Reporterin zu arbeiten.

Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt und am 10. Mai 2017 auf www.mormonhub.com veröffentlicht. Die Autorin ist Ashley Lee. Übersetzt von Maren Leit.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) erfahren möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.

 

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