HINWEIS: Ich werde Sie jetzt warnen, dass sich dieser Artikel im spannenden Bereich der Spekulation befindet. Wenn Sie nach einem wissenschaftlich begutachteten Artikel suchen, sind Sie hier am falschen Ort. 

Einige Organempfänger erhalten Erinnerungen, Gewohnheiten oder Eigenschaften ihrer Spender.

Claire Sylvia war 47, als sie ein neues Herz und eine neue Lunge bekam. Sie hatte gegen pulmonale Hypertonie gekämpft, eine potenziell tödliche Krankheit.

Nach der Operation bemerkte sie, dass vieles anders war. Plötzlich sehnte sie sich nach Bier und seltsamerweise nach Chicken Nuggets – was für sie ungewöhnlich war. Sie träumte von einem Mann namens Tim L., den sie nie zuvor getroffen hatte. Sylvia begann zu spüren, dass etwas nicht stimmte. Sie fühlte…. sich nicht wie sie selbst.

Die Zeit verging und mit Hilfe ihrer aufschlussreichen Träume verfolgte sie ihre neuen Organe zurück zu ihrem Spender Tim Lamirande, der bei einem Motorradunfall im Alter von nur 18 Jahren gestorben war.

Sie kontaktierte seine Familie und traf sich mit ihnen. Bald stellte sie fest, dass ihr Spender ein großer Fan von Bier und Chicken Nuggets war. Einige Quellen berichten sogar, dass die Behörden eine Schachtel mit Chicken Nuggets von McDonald’s in Lamirandes Tasche am Unfallort gefunden hätten. Sylvia glaubt, dass die Organtransplantation sie veranlasst habe, einige Eigenschaften ihres Spenders zu übernehmen.

Es ist eine unglaubliche Geschichte und eine noch unglaublichere Behauptung. Sie hat ein Buch darüber geschrieben mit dem Titel „A Change of Heart”. Aber Sylvias Geschichte ist kein Einzelfall.

Organtransplantation

Andere seltsame Fälle

Der 29-jährige Scott Phillips starb an einem Hirntrauma, das durch einen Schlag bei einer Kneipenschlägerei verursacht worden war. Die 24-jährige Jamie Sherman erhielt sein Herz. Sie wachte nach der Operation mit einem ausgeprägten Wutgefühl auf. Sie bemerkte auch bald eine neu entdeckte Liebe zu mexikanischem Essen, das sich später als Phillips’ Lieblingsessen herausstellte.

Im Jahr 2006 fühlte William Sheridan, dass sich seine künstlerischen Fähigkeiten dramatisch verbessert hatten, nachdem er das Herz des 24-jährigen Keith Neville erhalten hatte. Sheridan fand später heraus, dass Neville ein begabter Künstler gewesen war.

Eine Herztransplantation im Jahr 2000 rettete Bill Wohl das Leben. Als er eines Tages nach seiner Operation mit dem Auto fuhr, ließ ihn ein Lied, das er noch nie gehört hatte, zusammenbrechen und weinen. Später traf er sich mit der Familie seines Spenders und fand heraus, dass der Künstler, der ihn zum Weinen brachte, zu dessen Favoriten gehört hatte.

Ich habe nur die Oberfläche dieser Geschichten angekratzt (klicken Sie die Links für tiefergehendes Material), aber Sie verstehen, was ich sagen will. Verbinden wir das nun mit der Wissenschaft und dem Evangelium.

Können unsere Zellen Erinnerungen speichern?

Geschichten wie die von Sylvia spielen eine Rolle in der so genannten Theorie des zellulären Gedächtnisses. Ohne auf die medizinischen Details der Theorie einzugehen, ist die Idee schlicht und einfach, dass die Organe des Körpers Informationen und Erinnerungen speichern können, unabhängig davon, was in den Synapsen des Gehirns gespeichert sein soll. Die Theorie ist nicht auf das Herz beschränkt, sondern gilt auch für die Leber, Lunge, Niere etc. Obwohl dies nicht bewiesen ist, könnte diese Theorie einige der seltsamen Veränderungen erklären, die einige Organempfänger durchmachen.

Wissenschaftler wissen, dass Synapsen im Gehirn stark in den Prozess der Gedächtnisbildung involviert sind, aber neue Forschungen zeigen, dass es noch mehr Möglichkeiten gibt. Laut Scientific American,

„…können Synapsen wie die Finger eines Konzertpianisten sein”, erklärt der Studienleiter David Glanzman, Neurologe an der U.C.L.A. „Selbst wenn Chopin seine Finger nicht hätte, würde er immer noch wissen, wie man seine Sonaten spielt.”

Scientific American zitiert eine kürzlich durchgeführte Studie über Meeresschnecken, die darauf hindeutet, dass Nervenzellen mehr mit Gedächtnisspeicherung zu tun haben als wir bisher angenommen haben. Das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs.

Was die Propheten über das Jüngste Gericht gesagt haben

Sind wir willig zu glauben?

Vor einigen Jahren hielt ein BYU-Idaho-Professor eine Rede zum Thema „Made Holy in the Body”. Darin stellt er ein Sammelsurium (ja, ein Sammelsurium) von Zitaten der Führungsbeamten der Kirche zur Verfügung, die genau beschreiben, wie unser Körper für oder gegen uns während des Jüngsten Gerichts aussagen wird. Werfen wir doch mal einen Blick auf einige meiner persönlichen Favoriten:

„Die Psychologie versichert uns, dass wir unsere eigenen Schicksale, ob gut oder böse, spinnen… Jede kleinste Tugend und jedes Laster hinterlässt seine noch nie da gewesene Narbe… Unter seinen Nervenzellen und Fasern zählen die Moleküle sie, registrieren und speichern sie, um sie gegen ihn zu verwenden, wenn die nächste Versuchung kommt.” (Präs. David O. McKay, der William James im Konferenzbericht vom 7. bis 8. April 1956 zitiert.)

„…Ich könnte Ihnen nach wissenschaftlichen Prinzipien zeigen, dass der Mensch eine sich selbst registrierende Maschine ist. Seine Augen, seine Ohren, seine Nase, der Tastsinn, der Geschmack und all die verschiedenen Sinne des Körpers, das sind so viele verschiedene Wege, auf denen der Mensch für sich selbst eine Aufzeichnung erstellt…. “(Präs. John Taylor, Journal of Discourses, 26:32).

Im wahrsten Sinne des Wortes ist das Buch des Lebens die Aufzeichnung der Handlungen der Menschen, wie sie in ihrem eigenen Körper geschrieben sind. Es ist die Aufzeichnung, die auf den Knochen, den Sehnen und dem Fleisch des sterblichen Körpers eingraviert ist. Das heißt, jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat hat Auswirkungen auf den menschlichen Körper; alle hinterlassen ihre Spuren…. (Elder Bruce R. McConkie, Mormon Doctrine, 97.)

Gott hat jeden Menschen zu einem sich selbst anlegenden Buch gemacht…… Eure Augen und Ohren haben es aufgenommen, und eure Hände haben es berührt…. (Präs. John Taylor, Journal of Discourses, 11:77-80).

Ein interessanter Gedanke

Auch hier ist der Zusammenhang zwischen der hier vorgestellten wissenschaftlichen Forschung und den obigen Zitaten rein spekulativ. Ich habe nicht die Befugnis, eine Lehre zu verkünden (in diesem Fall möchte ich das auch nicht), aber es ist ein interessanter Gedanke.

Könnte es sein, dass Wissenschaftler allmählich entdecken, was der Apostel Paulus in Römer 2,15 gemeint haben mag:

„Sie zeigen damit, dass ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen legt Zeugnis davon ab, ihre Gedanken klagen sich gegenseitig an und verteidigen sich.”?

Könnte die Theorie des zellulären Gedächtnisses ein Hinweis darauf sein, wie Gott in der Lage sein wird, unser Leben wie ein Buch zu lesen? Könnte es sein, dass das, was die Schriften über das Herz verkünden, wörtlicher ist als wir bisher dachten? Vielleicht, vielleicht auch nicht. So oder so, es fällt mir schwer, solche Schriften wie zuvor zu lesen:

„Aber der Herr sagte zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz.” (1. Samuel 16:7)


Dieser Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Er wurde ursprünglich auf mormonhub.com unter dem Titel „Some Organ Recipients Inherit Memories From Their Donors; Here’s How It Applies to the Final Judgment” veröffentlicht. Der Autor ist David Snell. Übersetzt von Janine Windhausen.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.

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