Die Bandbreite und Tiefgründigkeit der Worte und Ratschläge unseres geliebten Propheten Thomas S. Monson, mit denen ich mich in der vergangenen Woche beschäftigt habe, haben mich schwer beeindruckt. Präsident Monson diente 54 Jahre als Apostel und Prophet, und bei den vielen Ratschlägen, den vielen Büchern und Biografien, mit all den Details aus seinem Leben und den persönlichen Ratschlägen, ist es schwer, den unermüdlichen Dienst, die Aufopferung, den Glauben und die Hingabe dieses großartigen Mannes wirklich zu erfassen.

Aber als ich mich mit den aktuelleren öffentlichen Botschaften befasste, die Präsident Monson mit den Mitgliedern der Kirche teilte, fiel mir die göttliche Inspiration seiner Worte auf. In jeder dieser Botschaften geht es um den Wesenskern unseres Glaubens – sie konzentrieren sich auf die wesentlichen Aspekte des Evangeliums, die uns täglich Kraft geben. Hier ein paar dieser Botschaften.

Geburtstagswunsch

Kurz vor seinem 90. Geburtstag am 21. August 2017 wiederholte der Prophet, was er sich zu seinem Geburtstag wünsche, und forderte die Mitglieder der Kirche auf: „Machen Sie an dem Tag jemand anders eine Freude. Finden Sie jemanden, der es gerade schwer hat oder der krank oder einsam ist, und tun Sie etwas für ihn. Das ist alles, worum ich bitten würde.“ (Quelle) Lasst uns danach streben, das jeden Tag umzusetzen und dieses Maß an Nächstenliebe in unserem Leben zu realisieren, im Gedenken an unseren Propheten und seinem Beispiel folgend.

Thomas S. Monson, Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

Ansprachen bei der Generalkonferenz

Auch wenn sein Altern und mögliche Schmerzen ihn einschränkten, stand Präsident Monson in den vergangenen zwei Jahren oftmals als Prophet Gottes auf der Kanzel und sprach über Dinge, die jedes Mitglied wissen sollte – Botschaften, die eindringlich und genau das ansprechen, was wir zu dieser Zeit in unserem Leben brauchen. Ich bin unermesslich dankbar für die Gelegenheit, die ich hatte, die Stimme unseres Propheten bei diesen Gelegenheiten zu hören.

April 2017

„Aber die Nächstenliebe ist die reine Christusliebe, und sie dauert für immer fort; und bei wem am letzten Tag gefunden wird, daß er sie besitzt, mit dem wird es wohl sein.” (Moroni 7:47)

„Stellen wir unser Leben auf den Prüfstand und entschließen wir uns dazu, dem Beispiel des Erretters zu folgen, indem wir gütig, liebevoll und wohltätig sind. Dann nämlich sind wir besser dazu in der Lage, die Mächte des Himmels herabzurufen – für uns, für unsere Familie und für die Mitreisenden auf diesem bisweilen mühsamen Weg zurück in unser himmlisches Zuhause.” (GK 04/17)

„Wir leben in einer Zeit großer Unruhe und Schlechtigkeit. Was schützt uns vor der Sünde und dem Bösen, die in der Welt heute so verbreitet sind? Ich bin davon überzeugt, dass ein starkes Zeugnis von unserem Erretter Jesus Christus und seinem Evangelium uns den Weg dorthin weist, wo es Sicherheit gibt. Wenn Sie nicht jeden Tag im Buch Mormon lesen, dann tun Sie dies bitte…. Meine lieben Weggefährten im Werk des Herrn, ich bitte uns alle inständig, jeden Tag gebeterfüllt im Buch Mormon zu lesen und darüber nachzusinnen. Dann nämlich werden wir in der Lage sein, die Stimme des Geistes zu hören, Versuchung zu widerstehen, Zweifel und Angst zu überwinden und die Hilfe des Himmels in unserem Leben zu erhalten.” (GK 04/17)

Oktober 2016

„Wer die Gebote des Herrn befolgt und treu das Wort der Weisheit hält, dem sind besondere Segnungen verheißen, zum Beispiel Gesundheit und größere körperliche Ausdauer…Mögen wir unserem Körper und unserem Geist Gutes tun, indem wir die im Wort der Weisheit niedergelegten Grundsätze befolgen. Gott hat uns diese Anleitung gegeben. Von ganzem Herzen und aus ganzer Seele gebe ich Zeugnis für die herrlichen Segnungen, die uns erwarten, wenn wir dies tun.” (GK 10/16)

„Entscheidend für den Plan ist unser Erretter, Jesus Christus. Ohne sein Sühnopfer wären alle Menschen verloren. Es ist jedoch nicht genug, lediglich an ihn und seine Mission zu glauben. Wir müssen arbeiten und lernen, forschen und beten, umkehren und uns verbessern. Wir müssen Gottes Gesetze kennen und sie leben. Wir müssen seine errettenden Verordnungen empfangen. Nur auf diese Weise erlangen wir wahres, ewiges Glück. Wir sind damit gesegnet, die Wahrheit zu haben. Wir haben den Auftrag, mit anderen über die Wahrheit zu sprechen. Mögen wir die Wahrheit leben, damit wir uns alles verdienen, was der Vater für uns bereithält… Aus tiefster Seele und in aller Demut gebe ich Zeugnis für jenes großartige Geschenk, nämlich den Plan, den der Vater für uns hat. Dieser Plan ist der einzig vollkommene Weg zu Frieden und Glück – im Diesseits wie auch in der künftigen Welt.” (GK 10/16)

April 2016

Fazit aus 36 Generalkonferenzen

„Wohin Sie auch gehen, Ihr Priestertum begleitet Sie… Denken Sie daran, wer Sie sind und wie Gott Sie haben möchte. Sie sind ein Kind der Verheißung. Sie sind ein Mann voller Macht. Sie sind ein Sohn Gottes.” (GK 04/16)

„Mögen wir doch den Mut bewahren, nicht zu allem Ja und Amen zu sagen. Mögen wir stets das Rechte wählen, auch wenn es schwieriger ist, statt das Falsche, selbst wenn das einfacher ist. Tag für Tag denken wir darüber nach, ob wir uns nun für dieses oder jenes entscheiden sollen. Wenn wir uns für Christus entscheiden, liegen wir jedoch immer richtig.” (GK 04/16)

Facebook

Nicht nur auf Konferenzen, in offiziellem Rahmen und bei wichtigen Veranstaltungen sprach Präsident Monson in den vergangenen Jahren zu uns. Er uns seine Apostel erbauten und stärkten uns auch über die sozialen Medien. Hier die letzten Botschaften Präsident Monsons an die Mitglieder der Kirche aus Facebook:

„Pflegen wir im Gebet doch wirklich Zwiesprache mit unserem Vater im Himmel! Wir können mit unseren Gebeten schnell der Wiederholung verfallen und ständig Worte sagen, über die wir uns kaum oder gar keine Gedanken gemacht haben. Wenn wir uns vor Augen halten, dass jeder von uns buchstäblich ein Geistsohn, eine Geisttochter Gottes ist, fällt es uns nicht schwer, uns ihm im Gebet zu nahen.

Er kennt uns; er liebt uns; er weiß, was für uns am besten ist. Sprechen wir doch aufrichtige Gebete, die eine Bedeutung haben; sprechen wir unseren Dank aus und bitten wir um das, was wir nach unserem Gefühl brauchen. Hören wir gut zu, damit wir seine Antworten erkennen, wenn sie gegeben werden. Wenn wir dies tun, werden wir gestärkt und gesegnet. Wir lernen Gott kennen und erfahren, was er sich für uns wünscht.

Wenn wir ihn kennen, wenn wir seinem Willen vertrauen, dann wird unser Fundament des Glaubens gefestigt. Wenn jemand von uns sich den Rat, immer zu beten, noch nicht so zu Herzen genommen hat, ist jetzt der beste Zeitpunkt, damit zu beginnen. Von William Cowper stammt der Satz: „Es bebt der Satan, wenn er sieht: Ein schwaches Menschlein betend kniet.”

„Sind wir bereit für die Reise durchs Leben? Der Weg kann manchmal beschwerlich sein. Legen Sie Ihren Kurs fest, seien Sie auf der Hut und nehmen Sie sich fest vor, eifrig zu studieren, inniglich zu beten und rechtschaffen zu leben.

Mögen wir niemals verzweifeln, denn das Werk, dem wir uns widmen, ist das Werk des Herrn. Jemand hat einmal gesagt: „Der Herr formt die Schultern so, dass sie die Last tragen können, die ihnen auferlegt wird.

Die Kraft, nach der wir ernstlich trachten, um den Herausforderungen einer komplexen und veränderlichen Welt gewachsen zu sein, kann uns zuteilwerden, wenn wir mit Standfestigkeit und unerschütterlichem Mut Stellung beziehen und mit Josua verkünden: „Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.”

„Es hat zwar schon immer Herausforderungen gegeben, doch viele eurer Herausforderungen hat es zu keiner anderen Zeit gegeben. Ihr gehört jedoch zu den stärksten Kindern des himmlischen Vaters, und er hat euch zurückbehalten, damit ihr gerade „in dieser Zeit“ zur Erde kommt.

Mit seiner Hilfe werdet ihr den Mut aufbringen, euch allem zu stellen. Auch wenn die Welt manchmal dunkel erscheinen mag, habt ihr das Licht des Evangeliums, das euch wie ein Leuchtfeuer den Weg weist.

Ich bete aufrichtig, dass ihr den Mut aufbringen werdet, andere nicht zu verurteilen, den Mut, keusch und tugendhaft zu sein, und den Mut, für Wahrheit und Rechtschaffenheit einzutreten. Dadurch werdet ihr „den Gläubigen ein Vorbild“ sein und Liebe, Frieden und Freude im Leben erfahren.”

Ich liebe Präsident Monson und werde ihn wirklich vermissen; ich bin dankbar für die Möglichkeit, die von Gott inspirierten Botschaften zu lesen, die er lehrte und durch sein Leben veranschaulichte.

Seine allererste Botschaft bei einer Generalkonferenz gab Präsident Monson am 10. Oktober 1963 als David O. McKay der Präsident der Kirche war.


Der Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Er wurde ursprünglich am 5.1.18  auf ldsliving.com unter dem Titel „President Monson’s Last Messages to Members of the Church” veröffentlicht. Die Autorin ist Danielle B. Wagner. Übersetzt von Kristina Vogt.

Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche: mormon.org und lds.org.    

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